Leberzirrhose: Entstehung, Symptome, Verlauf, Erkennung & Behandlung
Leberzirrhose ist eine Erkrankung, die zu Beginn wenig typische Symptome verursacht. Betroffene stellen anfangs oft nur anhaltende Müdigkeit oder einen nachlassenden Appetit…
Wir sind überzeugt, dass die Medizin von morgen anders aussehen sollte. Wir sehen den Menschen im Mittelpunkt exzellenter Medizin und bieten ein breites Leistungsspektrum von hochmoderner Diagnostik, Vorsorge und gezielter Therapie aus einer Hand.
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Bei zahlreichen bösartigen Tumoren läuft die Metastasierung über das Lymphsystem ab. Für die Stellung einer Prognose und die Therapieentscheidung ist deshalb der Zustand der ersten Lymphknotenstation von erheblicher Bedeutung. Die Wächterlymphknotenszintigraphie macht die entsprechenden Lymphknoten sichtbar und ermöglicht somit die gezielte Entnahme von Gewebeproben zur Untersuchung auf das Vorhandensein von Tumorzellen. Somit trägt das Verfahren entscheidend dazu bei, ausgedehnte Lymphknotenentfernungen zu vermeiden. Erfahren Sie auf dieser Seite Wichtiges und Wissenswertes über die Bedeutung, die Indikationen und den Ablauf der Wächterlymphknotenszintigraphie.
Bei vielen bösartigen (malignen) Tumoren breiten sich Krebszellen über die Lymphbahnen aus, bevor es zu einer Fernmetastasierung kommt. Die ersten Lymphknoten, die von den Tumorzellen erreicht werden, bezeichnet die Krebsmedizin (Onkologie) als „Wächterlymphknoten“ (bzw. auch „Sentinel-Lymphknoten“, kurz SLN). Sind diese frei von Tumorzellen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass auch die anderen Lymphknotenstationen nicht befallen sind. Dies herauszufinden, ist die Aufgabe der Wächterlymphknotenszintigraphie.
Der Ablauf des Verfahrens ähnelt dem der Lymphszintigraphie zur Darstellung des Lymphabflusses. Eine schwach radioaktive Verbindung (Radiotracer) wird injiziert und kann mit einer Gammakamera aufgenommen werden. Was die Verfahren voneinander unterscheidet: Die Verabreichung des Tracers erfolgt bei der Wächterlymphknotenszintigraphie in unmittelbarer Nähe des Tumors, da es gilt, eine mögliche Anreicherung von Tumorzellen in den ersten Lymphknoten zu identifizieren. Wie weit sich der Tumor bereits ausgebreitet hat, ist sowohl für die konkrete Therapieentscheidung als auch für die individuelle Prognosestellung von Bedeutung.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
In der Onkologie wird die Wächterlymphknotenszintigraphie eingesetzt, um die Lymphknoten zu identifizieren, die die vom Primärtumor abgehenden Krebszellen über die Lymphbahnen zuerst passieren. Dazu wird häufig auf Technetium-99m als Radionuklid gesetzt. Wichtig für das Verständnis ist an dieser Stelle, dass mit dem Tracer nicht der Tumor identifiziert wird. Das Verfahren zielt einzig und allein darauf ab, die Wächterlymphknoten sichtbar zu machen.
Voraussetzung für den Einsatz der Wächterlymphknotenszintigraphie ist der gesicherte Befund eines Primärtumors inklusive dessen Lokalisation, wofür häufig bildgebende Methoden wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die PET-CT zur Anwendung kommen.
Besonders wichtig ist die genaue Identifizierung der Wächterlymphknoten bei Krebserkrankungen, die in Regionen mit vielen Lymphknoten – beispielsweise die Achseln und die Leistengegend – auftreten. Auch wenn die Wächterlymphknoten in der körperlichen Untersuchung oder in der Bildgebung unauffällig erscheinen, schließt dies kleine Absiedelungen des Primärtumors nicht aus. Sollten Absiedlungen in der Gewebeprobe gefunden werden, entscheidet der seitens der Pathologie gestellte Befund, in welchem Umfang die Entfernung der Lymphknoten erfolgen soll.
Indikationen für die Wächterlymphknotenszintigraphie: Bei welchen Tumoren kommt das Verfahren zum Einsatz?
Die Anwendung der Wächterlymphknotenszintigraphie ist besonders bei solchen Krebserkrankungen verbreitet, die eine starke Tendenz zur Metastasierung über die Lymphbahnen haben. Dieses Risiko besteht nicht bei allen Tumortypen, weshalb die Anwendung des Verfahrens stets individuell abgewogen wird.
Brustkrebs zählt zu den häufigsten bösartigen Krebserkrankungen bei Frauen in Deutschland. Bei einigen Tumorstadien gehört die Wächterlymphknotenszintigraphie zum etablierten Behandlungsspektrum, da sie die gezielte Entfernung der betroffenen Wächterlymphknoten aus der Achselhöhle ermöglicht, ohne die Entfernung einer großen Anzahl der Achsellymphknoten (Lymphknotendissektion) erforderlich zu machen. Eine Lymphknotendissektion birgt grundsätzlich das Risiko von Lymphödemen und Bewegungseinschränkungen.
Schwarzer Hautkrebs gehört zu den Erkrankungen mit einem hohen Risiko für eine frühe Metastasierung, was die Wächterlymphknotenszintigraphie besonders relevant macht. Je nach Lage des Primärtumors kommen unterschiedliche Lymphknotenstationen als Lokalisation der Wächterlymphknoten in Betracht. Ob das Verfahren zur Anwendung kommen kann, hängt auch von den Eigenschaften des Tumors, wie dessen Eindringtiefe in die Haut (Tumordicke nach Breslow), und Hochrisikomerkmalen wie etwaigen Ulzerationen ab.
Bei dieser Krebserkrankung kann mit der Wächterlymphknotenszintigraphie eine großflächige Entfernung der Leistenlymphknoten verhindert werden, um eine Erhöhung des Risikos für Lymphödeme und Wundheilungsstörungen zu vermeiden. Da das Peniskarzinom überwiegend lymphogen in dieses Areal metastasiert, liefert die Untersuchung entscheidende Informationen für die Therapieplanung.
Neben den genannten Krebserkrankungen kommt die Wächterlymphknotenszintigraphie bei weiteren bösartigen Tumoren zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem
Trotz der Sensitivität, mit der die Sentinel-Lymphknoten abgebildet werden, hat das Verfahren Grenzen und kann nicht in jedem Fall vorbehaltlos eingesetzt werden. Kontraindikationen sind zum Beispiel Unverträglichkeiten gegenüber Bestandteilen des Tracers, bei deren Vorliegen die Frage der Durchführung des Verfahrens kritisch geprüft werden sollte.
Schwangerschaft und Stillzeit sind ebenfalls kritische Rahmenbedingungen für nuklearmedizinische Untersuchungen. Allerdings ist die Stillphase kein absoluter Ausschlussgrund, da die Muttermilch in den Stunden nach der Untersuchung entsorgt werden kann und der Säugling somit keiner Gefahr ausgesetzt wird. Dennoch sollte stets eine gründliche Abwägung zwischen dem prognostischen und therapeutischen Nutzen der Untersuchung und den Risiken für die Mutter und vor allem das (ungeborene) Kind erfolgen.
Daneben gibt es weitere Situationen, in denen auf die Wächterlymphknotenszintigraphie verzichtet werden kann. Dies betrifft beispielsweise Patienten, bei denen eine Fernmetastasierung bereits bekannt und die Durchführung der Untersuchung damit nicht mehr begründet ist. Des Weiteren können vorhergehende Operationen oder Narben im Abflussgebiet die Lymphdrainage so nachhaltig stören, dass die Ergebnisse der Untersuchung nicht mehr aussagekräftig genug sind.
Hinsichtlich der Durchführung der Wächterlymphknotenszintigraphie sind in der Regel keine besonderen Vorbereitungen seitens des Patienten erforderlich. Wie bei anderen Verfahren der Nuklearmedizin findet auch vor einer Wächterlymphknotenszintigraphie eine Patientenaufklärung statt, in der es unter anderem um Informationen zur Durchführung der Untersuchung und mögliche Kontraindikationen geht.
Was die Wächterlymphknotenszintigraphie von vielen anderen Bildgebungsverfahren unterscheidet: Die Anfertigung der Bilder erfolgt meist als unmittelbare Operationsvorbereitung. Anhand der Befunde wird das Resektionsareal festgelegt.
Nach der Aufnahme des Tracers erfolgt die radioaktive Markierung (zusätzlich kann ein Farbstoff zur besseren Unterscheidung des Gewebes verwendet werden), auf deren Basis die betroffenen Lymphknoten nach am selben oder dem darauffolgenden Tag chirurgisch entfernt werden. Häufig erfolgt dies zusammen mit der operativen Entfernung des eigentlichen Tumors. Anschließend erfolgt die histologische Untersuchung des Lymphknotengewebes auf das Vorhandensein von Krebszellen. Vom Ergebnis dieser Untersuchung hängt ab, ob im Rahmen der Operation nur die Wächterlymphknoten entfernt oder das Lymphknotenareal großflächiger reseziert werden muss. Liegt das Ergebnis der Untersuchung des Tumors erst nach einigen Tagen vor, erfolgen die Szintigraphie der Wächterlymphknoten und deren Entfernung in einem zweiten Eingriff.
Die Wächterlymphknotenszintigraphie ist nur ein Verfahren aus dem umfassenden Bereich der radiologischen und nuklearmedizinischen Diagnostik, die LifeLink als deutschlandweites Praxisnetzwerk anbietet. Zu unserem Portfolio gehören neben sämtlichen basisdiagnostischen Untersuchungen auch zahlreiche Spezialverfahren und strahlentherapeutische Behandlungen. Unabhängig von Verfahren und Fachbereich gewährleisten unsere erfahrenen Fachärzte und unser exzellentes Praxispersonal stets erstklassige Qualität. Um unserem hohen Anspruch an Patientenbetreuung und -sicherheit jeden Tag in vollem Umfang gerecht zu werden, setzen wir auf die Nutzung modernster Geräte und die Anwendung präziser Protokolle. Für eine Terminvereinbarung am nächstgelegenen LifeLink-Standort steht den Patienten unser intuitives Online-Buchungstool rund um die Uhr zur Verfügung. So gelingt die Reservierung jederzeit im Handumdrehen – einfach, schnell und direkt.
FAQ zur Wächterlymphknotenszintigraphie: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Nein, das Verfahren setzt in der Regel einen klinisch und bildgebend unauffälligen Lymphknotenstatus voraus. Liegen bereits tastbare oder auf den Aufnahmen als auffällig zu erkennende Lymphknoten vor, ist in der Regel eine andere diagnostische Abklärung angezeigt.
Zeigen sich in der Untersuchung von Gewebeproben keine Auffälligkeiten, unterstützt dies eine positive Prognosestellung. Ein noch begrenzter Tumor hat typischerweise eine bessere Heilungschance als einer, der bereits in andere Organe gestreut hat.
Grundsätzlich kann ein Tumor über das Lymphsystem oder den Blutkreislauf metastasieren. Aus diesem Grund kann ein negativer Befund im Rahmen der Szintigraphie nicht pauschal als Entwarnung gewertet werden. Vielmehr muss das Ergebnis konsequent in den klinischen Kontext eingeordnet werden.
In der Regel bedarf es keiner besonderen Vorbereitung auf die Untersuchung. Wichtig ist es allerdings, alle relevanten Aspekte einer Wächterlymphknotenszintigraphie ausführlich mit dem Arzt zu besprechen, um alle Risiken zu kennen und beim Vorliegen von Kontraindikationen zusammen mit dem Experten nach möglichen Alternativen zu suchen.
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