Richtige Vorbereitung auf CT und MRT: Ernährung und Hydratation im Überblick
Mithilfe der Computertomographie (CT) und der Magnetresonanztomographie (MRT) kann die Medizin Pathologien innerer Organe präzise diagnostizieren – ganz ohne operativen Eingriff. Beide Verfahren setzen zwar auf unterschiedliche eine unterschiedliche Technologie, erlauben jeweils aber einen detaillierten und hochauflösenden Blick ins Körperinnere. Um einen reibungslosen Ablauf der Untersuchung zu gewährleisten, sollten Patienten jedoch gut vorbereitet zur CT bzw. MRT erscheinen.

Die Bedeutung einer guten Patientenvorbereitung auf CT und MRT
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Bildgebende Verfahren spielen in der Medizin eine zentrale Rolle.
- Besonders bei Kontrastmittelgabe ist die Erhebung des Nierenstatus wichtig.
- Zur Patientenaufklärung gehören auch Aspekte der Nahrungskarenz.
Bildgebende radiologische Verfahren spielen in der Medizin eine große Rolle. In der Notfallmedizin werden unter anderem das digitale Röntgen und CT-Scans zur Diagnose von Knochenfrakturen und -verletzungen oder der Überprüfung eines Schlaganfallverdachts genutzt. Zudem ist die CT, insbesondere in Verbindung mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET), von großer Bedeutung bei der Suche nach Tumoren.
Durch die hochauflösende Darstellung von Weichgewebe kommen MRT-Untersuchungen unter anderem in der Krebsdiagnostik zum Einsatz. Eine wichtige Voraussetzung für optimale Ergebnisse ist dabei die Vorbereitung der Patienten. Diese umfasst:
- die Erhebung des Nierenstatus,
- die Patientenaufklärung hinsichtlich des Verhaltens am Untersuchungstag
- sowie Hinweise zu Nahrungskarenz und Flüssigkeitsaufnahme.
Zusätzlich gehört zur Vorbereitung die Klärung möglicher Kontraindikationen. Bei einer CT wäre dies beispielsweise eine Schwangerschaft, während bei MRT-Scans Implantate problematisch sein können.
Warum ist der Nierenstatus wichtig?
Sowohl bei CT- als auch MRT-Untersuchungen stehen Verdachtsdiagnosen von Haus- und Fachärzten, die Vorbereitung operativer Eingriffe (z.B. zur Tumorentfernung) oder die Verlaufskontrolle einer Therapie im Fokus. Zur besseren Differenzierung von Unterschieden im Gewebe werden dabei eingesetzt:
- Röntgenkontrastmittel auf Jodbasis (CT)
- Gadolinium-haltige Kontrastmittel (MRT).
Damit lassen sich beispielsweise im Rahmen einer Angiographie die Blutgefäße darstellen. Auch atypische Durchblutungsmuster, die auf eine Neovaskularisation (Gefäßneubildung) maligner Tumore hindeuten, können mithilfe von Kontrastmitteln erkannt werden.
Die Ausscheidung der Kontrastmittel erfolgt über die Nieren. Unter bestimmten Rahmenbedingungen erhöht sich das Risiko für Komplikationen, wie die Entstehung einer kontrastmittelinduzierten Nephropathie. Erhöht wird dieses Risiko, wenn bereits Nierenschäden vorhanden sind. Aus diesem Grund erfolgt bei der Vorbereitung auf den MRT- oder CT-Scan auch eine Überprüfung der Nierenfunktion über den im Blut messbaren Kreatininwert.
Kein Schmuck und keine Metallgegenstände
Das Verhalten der Patienten hat einen direkten Einfluss auf die Qualität und Genauigkeit der radiologischen Aufnahmen. Bildfehler und Bewegungsartefakte erschweren die Befundung der Aufnahmen. Zudem stellen Schmuck, Implantate und metallhaltiges Make-up ein Problem bei diesen radiologischen Untersuchungen dar.
Besonders im MRT besteht aufgrund der Wirkung der Magnetfelder die Gefahr, dass Metalle sich bewegen oder erwärmen, was sich wiederum negativ auf die Bildgebung auswirken kann. Daher sollte im Rahmen der Vorbereitung für den Untersuchungstag auf Metallapplikationen verzichtet werden.
Was darf vor einer CT oder MRT gegessen werden?
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Für viele Untersuchungen gelten keine besonderen Maßnahmen zur Vorbereitung.
- Bei Kontrastmittelgabe soll einige Stunden vor dem Scan nichts mehr gegessen werden.
- Wenige Untersuchungen setzen strenge Nüchternheit voraus.
Entscheidend für die Nahrungskarenz und die Frage, was vor einer Untersuchung gegessen werden darf, ist die Art der Durchführung. Bei einer CT oder MRT ohne den Einsatz von Kontrastmitteln sind in der Regel keine besonderen Vorbereitungen erforderlich. Anders verhält es sich bei Patienten, bei denen der Einsatz eines Kontrastmittels geplant oder wahrscheinlich ist.
Verhalten bei einer Untersuchung ohne Kontrastmittel
Sofern klar ist, dass keine Kontrastmittel verwendet werden, muss keine Nahrungsmittelkarenz eingehalten werden. Es empfiehlt sich dennoch, eher zu einer kleinen und leichten Mahlzeit zu greifen. Die verzehrten Lebensmittel sollten leicht verdaulich sein. In moderaten Mengen können Vollkornprodukte, Obst oder Gemüse gegessen werden, während stark blähende Speisen besser vermieden werden sollten.
Zudem dürfen auch Fleisch und Fisch verzehrt werden. Allerdings gelten einige wenige Einschränkungen. Sofern eine Befundung des Abdomens geplant ist, müssen sich Patienten an die von der Radiologie vorgegebene Nahrungskarenz halten. Der genaue Umfang wird vom Arzt festgelegt. Bei Untersuchungen beispielsweise des Magen-Darm-Traktes ist eine Nüchternheit von etwa acht Stunden zu berücksichtigen.
Die Untersuchung mit Kontrastmittel
Bei einem MRT- oder CT-Scan mit Kontrastmittel gelten strengere Nahrungsvorschriften und eine umfangreichere Vorbereitung. Der Hintergrund sind mögliche Komplikationen. Wenn dabei saurer Mageninhalt in die Lungen gelangt, kann dies zu ernsthaften Problemen führen.
Es handelt sich bei der Vorgabe, einige Stunden vor der Untersuchung keine Speisen mehr zu sich zu nehmen, um eine Vorsichtsmaßnahme. Für einige Untersuchungen gelten dabei noch strengere Vorschriften hinsichtlich der Nahrungsaufnahme. Bei einem MRT-Scan des Magen-Darm-Trakts oder der Gallenwege oder darf so beispielsweise am Vorabend zuletzt gegessen und getrunken werden, wobei die letzte Mahlzeit spätestens um 22 Uhr erfolgen sollte.
Muss bei einem Patienten mit Diabetes mellitus eine Untersuchung mit Nahrungskarenz durchgeführt werden, ist dies mit der Einnahme der Diabetes-Medikamente abzustimmen. Für bestimmte Untersuchungen, wie etwa eine PET-CT, kann es notwendig sein, die Einnahme von Arzneimitteln wie Metformin vorübergehend auszusetzen. Entsprechende Hinweise erfolgen im Rahmen der Patientenaufklärung.
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Flüssigkeitsaufnahme vor bildgebenden Verfahren
Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Vor vielen Untersuchungen dürfen Wasser und ungesüßte Getränke zu sich genommen werden.
- Kaffee und Tee sind bei bestimmten MRT-Scans zu meiden.
- Trinken nach den Untersuchungen mit Kontrastmittel unterstützt dessen Ausscheidung.
Bei vielen CT- oder MRT-Untersuchungen gibt es keine besonderen Einschränkungen bezüglich der Flüssigkeitsaufnahme. Patienten können daher ganz normal trinken. Sollte eine Ausnahme bestehen, wird dies in der Patientenaufklärung entsprechend erläutert.
Vor einigen Untersuchungen mittels Magnetresonanztomograph dürfen Tee oder Kaffee nicht konsumiert werden. Dabei geht es um die Wechselwirkung mit dem Wirkstoff Adenosin. Dieser wird im Zusammenhang mit Stress-MRT-Aufnahmen des Herzmuskels verwendet, um eine pharmakologische Belastung zu initiieren.
Unter anderem in Kaffee sind Xanthinderivate enthalten. Diese blockieren die Wirkung des für die Untersuchung verwendeten Adenosins [1]. Aus diesem Grund sollte vor der Untersuchung mindestens für zwölf Stunden auch keine Schokolade mehr gegessen werden.
In anderen Fällen werden Patienten gebeten, eine größere Menge ungesüßter Flüssigkeit (wie Tee oder Wasser) zu trinken, um bei einer Abdomen-CT oder Beckenuntersuchung die Abbildung des Magen-Darm-Trakts zu verbessern.
Flüssigkeitsaufnahme nach der Untersuchung
Nach Abschluss der MRT- oder CT-Untersuchung dürfen Patienten in der Regel wieder wie gewohnt essen und trinken. Besonders nach einem Scan mit Kontrastmittel wird dies empfohlen, um die Nieren bei der Ausscheidung zu unterstützen. Bei einem gesunden Patienten wird das Kontrastmittel in der Regel innerhalb von 24 Stunden vollständig ausgeschieden. Sollte nach der Untersuchung Juckreiz, Hautausschlag oder Schwindel auftreten, ist es ratsam, sich nochmals in der Radiologiepraxis zu melden.
Fazit: Für viele Untersuchungen gelten beim Essen und Trinken keine Einschränkungen
Für eine präzise Befundung durch den Radiologen ist es entscheidend, dass der Patient vor einer CT- oder MRT-Untersuchung sorgfältig vorbereitet wird. Dies schließt sowohl die Aufklärung über mögliche Risiken als auch wichtige Hinweise zu den Vorgaben hinsichtlich der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme ein. Während bei vielen Untersuchungen keine besonderen Anforderungen an die Nahrungskarenz oder Flüssigkeitsaufnahme bestehen, gibt es Ausnahmen. Diese betreffen insbesondere Untersuchungen mit Kontrastmitteln, medikamentös induzierten Belastungstests sowie spezielle abdominelle Untersuchungen.
FAQ zur Vorbereitung auf MRT und CT: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Können Darmbewegungen nach dem Essen die Untersuchung stören?
Starke Darmbewegungen können bei einigen Untersuchungen ein Hindernis darstellen, insbesondere bei einer Abdomen-MRT, da sie Bewegungsartefakte verursachen können. Das medizinische Fachpersonal hat jedoch Möglichkeiten, die Darmbewegungen zu beruhigen. Wichtig ist, dass Patienten bei Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts nüchtern erscheinen.
Darf vor MRT oder CT Alkohol getrunken werden?
Für viele Untersuchungen ist das Trinken von Flüssigkeit erlaubt. Allerdings sollte auf den Konsum von Alkohol vor einem CT- oder MRT-Scan unbedingt verzichtet werden. Entsprechende Informationen werden den Patienten im Rahmen der Aufklärung bereitgestellt.
Kann ich meine Medikamente mit etwas Flüssigkeit einnehmen?
Die Einnahme von Arzneimitteln ist in den meisten Fällen unproblematisch. Dennoch ist es für Patienten ratsam, sich diesbezüglich mit der Radiologiepraxis – insbesondere auch in Bezug auf das Trinken – abzustimmen.
[1] Kuijpers D, Prakken NH, Vliegenthart R, van Dijkman PR, van der Harst P, Oudkerk M. Caffeine intake inverts the effect of adenosine on myocardial perfusion during stress as measured by T1 mapping. Int J Cardiovasc Imaging. 2016 Oct;32(10):1545-53. doi: 10.1007/s10554-016-0949-2. Epub 2016 Jul 29. PMID: 27473274; PMCID: PMC5021723.